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Prinzenportrait

Obernarr mit Herz und Haltung - Bernd I. (Eßer) ist neuer Beckumer Stadtprinz

 

Man kann ihn getrost als „Hans Dampf in allen Gassen“ bezeichnen: Er ist ein Karnevalist durch und durch, dabei bestens vernetz  – und wurde in den vergangenen Jahren immer wieder als heißer Kandidat für das höchste närrische Amt in Beckum gehandelt. Jetzt ist es offiziell: Bernd I. (Eßer) ist der neue Stadtprinz der Püttstadt und damit Obernarr des Beckumer Karnevals. An seiner Seite: Hofmarschall Christoph Lehrke, bester Freund, Weggefährte und karnevalistische Konstante.

Auch wenn die neue Tollität kein gebürtiger Beckumer ist und erst seit 2009 in der Püttstadt lebt, hat sich Bernd Eßer in vergleichsweiser kurzer Zeit einen festen Platz im närrischen Beckumer Treiben erarbeitet. Für die Präsidenten der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ Wolfgang Krogmeier, Egbert Wißling und Marc Lillmanstöns stand daher schnell fest: „Der Bernd ist genau der Richtige für dieses Amt,“ waren sie sich einig, dass die Mischung aus Erfahrung, Leidenschaft und Bodenständigkeit die Bernd Eßer mitbringt, ihn für das höchste karnevalistische Amt prädestinieren.

Der Karneval ist für den 56-Jährigen eine Herzensangelegenheit, die ihm in die Wiege gelegt wurde. Aufgewachsen im rheinischen Würselen, sammelte er früh karnevalistische Erfahrungen in Umzügen, Sitzungen und Vereinsstrukturen.  Spätestens mit seinem Eintritt in die Alte Beckumer Stadtwache im Jahr 2012 fand er auch in Beckum seine karnevalistische Heimat. Dort ist er nicht nur Gardist, sondern seit Jahren Geschäftsführer und Hauptmann – verantwortlich für Planung, Organisation und Ablauf einer Session mit bis zu 50 Auftritten.

An seiner Seite steht mit Christoph Lehrke ein Hofmarschall, der den Beckumer Karneval von Kindesbeinen an kennt. In Beckum geboren, karnevalistisch vorbelastet durch mehrere Generationen, ist Christoph seit Jahrzehnten fester Bestandteil des närrischen Treibens. Als Spaßoffizier der Alten Beckumer Stadtwache ist sein Markenzeichen die „rote Nase“. Prinz und Hofmarschall verbindet jedoch nicht nur die Bühne: Auch beruflich arbeiten sie seit neun Jahren bei der Berief Food GmbH zusammen – Bernd Eßer als Geschäftsführer, Christoph Lehrke in verantwortlicher Funktion.

Was beide eint, ist ihr Verständnis von Karneval: nahbar, lebendig und gemeinsam mit den Menschen. Als Hauptmann und Spaßoffizier stehen sie regelmäßig an vorderster Front, binden das Publikum aktiv in ihre Auftritte ein und machen keinen Hehl daraus, dass Karneval für sie kein reines Bühnenprogramm ist. „Wir möchten den Weg von der Bühne zum Publikum bewusst kurz halten“, erklären Prinz und Hofmarschall unisono.

Der Weg ins Prinzenamt begann für ihn am 9. Juli 2025. „Wenn das Präsidententrio bei dir vor der Tür steht, weißt du natürlich, dass da etwas in der Luft liegt“, erzählt Bernd Eßer schmunzelnd. Ganz sicher sei er sich dennoch nicht gewesen: „Ich kann zwar eins und eins zusammenzählen, aber es kommt nicht immer zwei raus.“ Erst nach mehreren Stunden des gemeinsamen Austauschs fiel um 23.20 Uhr die Prinzen-Frage. Für Bernd Eßer war in diesem Moment klar: Diese Frage lässt nur eine Antwort zu. Er sagte „Ja“.

Rückhalt bekommt der neue Stadtprinz dabei auch aus der Familie. Ehefrau Yvonne steht voll und ganz hinter der Entscheidung ihres Mannes und unterstützt ihn auf dem Weg durch die Session.

Rund 150 Auftritte wird das närrische Gespann in den nächsten beiden Wochen bis Aschermittwoch absolvieren. Höhepunkt wird dabei sicherlich der Rosenmontag sein, wenn beide vom Prinzenwagen winken und die närrische Menge mit lauten Rumskedi-Rufen begrüßen werden.

 

Beruflich ein Durchstarter mit Leidenschaft, Erfahrung und Neugier

Die Karriere von Bernd Eßer begann klassisch im Handel. Nach der Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel arbeitete er sich Schritt für Schritt nach oben. Vom Verkäufer über verschiedene Leitungsfunktionen bis hin zum Betriebs- und Geschäftsleiter übernahm er früh Verantwortung – zunächst auf Abteilungsebene, später für komplette Standorte. Stationen in Würselen, Köln, Sankt Augustin, Koblenz und Halle an der Saale prägten seinen Blick für Organisation, Personalführung und wirtschaftliche Zusammenhänge.

 

Nach über 15 Jahren im Metro-Konzern wechselte Bernd Eßer in die Lebensmittelindustrie. Bei Wiberg und später bei der Berief Feinkost GmbH übernahm er leitende Funktionen in Vertrieb, Marketing und Geschäftsführung. Heute ist er Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung der Berief Food GmbH in Beckum-Roland.In dieser Rolle verantwortet er strategische Ausrichtung, Marktpositionierung und unternehmerische Entwicklung.

 

Neben seiner operativen Tätigkeit engagiert sich Eßer auch ehrenamtlich auf wirtschaftspolitischer Ebene. Er ist Vizepräsident der IHK Nord Westfalen, Mitglied der Vollversammlung sowie Vorsitzender des Regionalausschusses im Kreis Warendorf. Zudem war er mehrere Jahre im Vorstand des Bundesverbands der Alternativen Proteine aktiv.

Abseits des Berufs steht für Bernd Eßer die Familie im Mittelpunkt. Er ist verheiratet mit Yvonne, geborene Dröge. Sie ist gebürtige Beckumerin und arbeitet als Personalleiterin bei Berief Food. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Vianne, die Agrarwirtschaft in Soest studiert und eine große Leidenschaft für Pferde hat. Die Pferde prägen das Familienleben, ebenso wie der Lebensmittelpunkt Beckum, den die Familie 2009 nach vielen Umzügen bewusst gewählt hat. Bernd Eßers Sohn Lukas aus erster Ehe lebt und arbeitet im Rheinland als Pflegefachmann.

 

Einen wichtigen Ausgleich findet Bernd Eßer im Sport. Golf ist dabei seine große Leidenschaft – gespielt wird, wann immer es möglich ist, nicht nur in Beckum, sondern auch auf internationalen Plätzen. Er läuft -wenn es das Knie zulässt- zwischen 500 und 1500 Kilometern im Jahr und hat im Jahr 2019 einen Halbmarathon zusammen mit Christoph Lehrke absolviert. Seine Begeisterung für Musik, insbesondere Livekonzerte, sowie durch das Lesen von Biografien und wirtschaftlichen Sachbüchern reiht sich in die große Hobbyriege mit ein. Reisen führen die Familie heute bevorzugt nach Südtirol, wo Ruhe, Natur und Genuss im Vordergrund stehen.

 

Aufgewachsen im rheinischen Würselen, wurde ihm der Karneval sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Schon früh nahm er an Karnevalsumzügen teil, zunächst in seiner Heimatregion, später auch in Köln. Insgesamt blickt Bernd Eßer auf rund 50 Umzugsteilnahmen zurück – eine Erfahrung, die ihn geprägt und seinen Blick für die Vielfalt und Bedeutung des Karnevals geschärft hat. Sitzungen, Netzwerke, Begegnungen: Karneval war für ihn immer auch ein Ort des Austauschs und des Miteinanders. Mit dem Umzug nach Beckum im Jahr 2009 fand er vor Ort schnell Anschluss an die örtliche Karnevalsszene.

Nähe im Karneval ist Tollität wichtig

Gemeinsam mit Hofmarschall Christoph Lehrke verfolgt er konsequent das Ziel, den Karneval nahbar zu gestalten. Als Hauptmann und Spaßoffizier stehen beide regelmäßig an vorderster Front, binden das Publikum aktiv ein und machen klar: Karneval lebt vom Mitmachen. „Der Weg von der Bühne zum Publikum muss kurz sein“, ist eine Haltung, die beide nicht nur formulieren, sondern auch leben.

Porträt: Susann Zwehn

Karnevalsgesellschaft “Na, da wären wir ja wieder” e.V.

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